Spiel 11 um Platz 1: Niedersachsen – Baden-Württemberg

Im Endspiel treffen die beiden besten Mannschaften des Turniers aufeinander.  Nachdem Niedersachen den ersten Angriff vergab, erzielte Baden-Württemberg mit dem ersten Angriff bei 01:59 das 0:1. Im Gegenzug unter gleichen Voraussetzungen der Ausgleich. Bezeichnend schon zu dieser Phase, dass beide Mannschaften ihre Angriffe solange vortragen, bis die Schiedsrichter das Handzeichen für passiv anzeigen.

Es war das erwartet enge Spiel. Baden-Württemberg tat sich schwer mit der dichten und konsequenten Deckung Niedersachsens und konnte mehrere Angriffe nacheinander kein Tor erzielen. Aber auch Niedersachsen fiel es schwer, das Bollwerk auf der anderen Seite zu knacken. So stand es nach knapp 9 Minuten erst 3:3. Nach 10:30 die erste zwei Tore Führung für Niedersachsen mit 5:3.

Nunmehr trafen beide Mannschaft im Gleichklang und nach 15 Minuten stand es 7:5.

Bei 16:25 und 7:5 nahm der Trainer Baden-Württembergs mit einem Team-Tine-Out (TTO) Einfluss auf sein Team, um auch die schlechte Abschlussquote zu verbessern. Im folgenden Angriff hatte es allerdings dann noch nicht geholfen. Er wurde erfolglos vergeben. Da auch Niedersachsen seine Angriffe nicht nutzte, änderte sich auch am Spielstand nichts.

Nun kam auch etwas Härte auf und Niedersachsen musste bei 19:38 eine Zeitstrafe für einen Gesichtstreffer beim 9:7 hinnehmen. Und im Folgenden wird ein Spieler von Baden-Württemberg gegen die Wand gestoßen, was bei 20:35 und 9:6 eine weitere Zeitstrafe gegen Niedersachsen zur Folge hatte. Die doppelte Überzahl konnte Baden-Württemberg nicht nutzen. Es blieb beim drei Tore Abstand von 11:8.

Bei 25:00 und 12:9 nutzte Niedersachsen bei einem TTO die Möglichkeit, das Team weiter einzustellen. Danach öffnete Baden-Württemberg ein wenig Deckung und nahm die Nr. 14 von Niedersachsen in die kurze Deckung. Dies eröffnete allerdings größere Räume im Abwehrverband, die Niedersachsen zum Teil nutzen konnte. Und kurz vor dem Pausentee bei 29:14 nun auch eine Zeitstrafe für das Team aus Baden-Württemberg. Beide erzielten nun noch ein Tor und es ging mit einem 15:13 in die Halbzeit.

Bis jetzt ein sehr intensives und körperbetontes Spiel mit zwei „knochenharten“ Abwehrreihen. Bisher bleibt aber alles im Rahmen des Erlaubten. Alles andere hatten die beiden Schiedsrichter, Jannik Otto aus Niedersachsen und Mirko Krag aus Hessen, bis zu diesem Zeitpunkt im Griff.

Unmittelbar nach der Pause konnte Baden-Württemberg auf ein Tor zum 15:14 verkürzen und danach auch den Ausgleich erzielen. Das Spiel blieb weiterhin völlig offen. Bei 33:16 und 16:16 verletzte sich 18 Niedersachsen schwer und konnte nicht mehr weiter mitspielen. Eine Schwächung für das Team. Nunmehr waren weitere 5 Minuten gespielt und beide Teams konnten bisher keinen weiteren Treffer erzielen. Ein ums andere Mal wurde das gegnerische Tor verfehlt. Niedersachsen beendete diese Phase und traf zur 17:16 Führung, die mit dem 7m bei 40:54 auf 18:16 erhöht wurde.

Beim 19:17 erhielt Baden-Württemberg eine Zeitstrafe bei 43:06. Niedersachsen konnte den Vorteil aber zunächst nicht nutzen. Dann aber bei 44:20 wurde die Überzahl prima herausgespielt und auf 20:17 erhöht. Das forderte das TTO bei Baden-Württemberg, um schlimmeres zu vermeiden. Die Motivation schien doch geholfen zu haben. Bei 48:35 konnte Baden-Württemberg den Anschluss mit dem 20:19 wiederherstellen. Für eine spannende Schlussphase war also gesorgt.

Die letzten 10 Minuten liefen und Niedersachsen ging mit dem Vorteil eines 21:19 in die letzten Minuten. Ein TTO bei 51:08 sollte dabei die notwendige Unterstützung sein. Nachdem dann es etwas weniger erfolgreich für beide Teams lief, erhielt Niedersachsen bei 54:38 eine Zeitstrafe. Der fällige 7m wurde zum 22:21 verwandelt. Und auch im nächsten Angriff konnte die Überzahl zum Ausgleich zum 22:22 und 22:23 zur ersten Führung für Baden-Württemberg in der 2. Halbzeit genutzt werden.

Die Schlussphase war eingeläutet und das letzte TTO bei Niedersachsen bei 58:46 und unentschiedenem Spielstand von 23:23 sollte nun die nötige Einstellung bringen. Bei 59:30 erzielte Niedersachsen den Führungstreffer zum 24:23 Und das sollte die Entscheidung sein. Baden-Württemberg konnte keinen Treffer mehr erzielen und der neue Deutsche Polizeimeister 2018 heißt Niedersachsen. Baden-Württemberg belegt den 2. Platz!

Das spannendste der Meisterschaft ist zu Ende.

Resümee

Insgesamt war es sportlich eine tolle DPM im Handball der Männer. Wir haben tolle und vor allem faire Spiele gesehen. Selten war ein Vorrundenspieltag bis zum Schluss so spannend wie bei diesem Turnier. Erst mit dem letzten Spiel standen die Halbfinalisten fest. Das zeigt, dass die Leistungsstärken der qua­lifizierten Mannschaften deutlich dichter zusammengerückt sind. An der ein oder anderen Stelle gab es Veränderungen bzw. wird sie nun geben, sodass bei der nächsten Endrunde vielleicht noch weitere Überraschungen wie das Saarland auf uns warten.

 

Als Schieds- und Kampfrichter kamen zum Einsatz:

Peter Behrens, Marc Fasthoff, Bernd Steinebach (alle NRW)

Mirko Krag (Hessen)

Jannik Otto, Christian Rietenberg (Niedersachsen)

Lucas Müller (Mecklenburg-Vorpommern)

Tizian Tralles (Thüringen)

Sarah Lange (Berlin)

Jan Krüger (Schleswig-Holstein)

Text: Thomas Link, Fachwart Handball im DPSK

 

Spiel 10 um Platz 3: Saarland – Nordrhein-Westfalen 21:32 (12:15)

 

Der Titelverteidiger hat sich nach dem verpassten Finale viel vorgenommen. Aber der Beginn beider Mannschaften war sehr nervös. Klarste Chancen bis hin zum 7m (02:40- Saarland) wurden nicht genutzt. Erst mit einem Konter eröffnete das Saarland den Torreigen nach gut 3 Minuten. Danach lief es aber für das Saarland. Bei Minute 05:30 erzielte es das 4:1. NRW ließ sich aber nicht abschütteln und erzielte postwendend bei Minute 07:10 das 4:3.

Nach 10 Minuten stand es 5:3. Nach dem ein und anderen Ballverlust des Saarlandes konnte NRW erstmalig ausgleichen und im Anschluss die erste Führung zum 5:6 erzielen. Nun hatte NRW einen Lauf und zog auf 5:9 davon.

Danach allerdings das gleiche Bild. In der Abwehr hatte NRW alles im Griff und im Angriff wurde nun Treffer um Treffer erzielt. Nach 20 Minuten stand es 6:12. Danach beteiligte sich auch das Saarland wieder am Tore schießen, wobei sich der Vorsprung NRWs aber nicht verringerte.

Doch dann wurde auch NRW wieder unkonzentrierter und das Saarland verkürzte auf 11:15. Das half aber zunächst nicht, da der folgende Angriff nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte und man mit einem Konter das 12:15 zum Pausenstand kassierte.

Nach der Pause kam NRW wieder besser ins Spiel und erhöhte bei 35:58 auf 14:21. Darüber hinaus spielte das Saarland ab dieser Zeit in Unterzahl. NRW hatte das Spiel jetzt im Griff. Tor um Tor setzte sich das Team ab und nach 40 Minuten stand es 16:23.

Der Rest des Spiels ist eigentlich schnell berichtet. Dem Saarland fehlte immer mehr die körperliche Präsenz und wurde häufig durch die Abwehr NRWs gestoppt oder der Wurf wurde eine Beute für den Torwart. So war es dann nicht verwunderlich, dass sich NRW deutlich absetzen und den Abstand kon­tinuierlich mit fast jedem Angriff erhöhen konnte.

In der 50. Minuten stand es dann schon 18:30. Danach stellten beide Team aber das Tore werfen ein.

Am Ende stand ein deutliches 21:32 auf der Anzeigetafel und NRW stand damit am Ende doch noch auf dem Treppchen und wurde Dritter. Das Saarland belegte einen für sich guten 4. Platz.

Die beiden Unparteiischen Jan Krüger (Schleswig-Holstein) und Sarah Lange (Berlin) überwachten die Einhaltung der Regeln.

Torschützen SL:                                                        Torschützen NRW:

Sebastian Stoll                       3                                 Mirko Syzmanowicz              3

Christian Jung                        4                                 Thomas Jentjens                   3

Matthias Brusdeilins               1                                 Sebastian Loos                      2

Marcel Hoffmann                  1                                 Dennis Richter                       4

David Dorscheid                    2                                 Mats Heyde                           1

Niklas Kiefer                          1                                 Nils van Zütphen                    2

Martin Rokay                         1                                 Florian Diehl                           1

Benjamin Zellmer                   7                                 Max Krönung                         4

                                                                                  Fabian Schnorfeil                   1

                                                                                  Robin Milhorst                        3

                                                                                  Bastian Munkel                      7/4

Text: Thomas Link, Fachwart Handball im DPSK

Spieltag Donnerstag – Finaltag

Spiel 9 um Platz 5: Schleswig-Holstein – Hessen 30:28 (18:12)

 

Im Spiel um Platz 5 standen sich die Mannschaften aus Schleswig-Holstein und Hessen gegenüber. Beide wollten nun mit einem Sieg das Turnier beenden und zumindest den 5. Platz erreichen. Beide Mannschaften begannen engagiert und machten ihren Siegeswillen deutlich. Dabei kam Schleswig-Holstein besser ins Spiel und führte nach 5 Minuten mit 4:2. In dieser Phase vergaben sie sogar noch einen 7m.

Aufgrund der Spielweise seiner Mannschaft nahm der Trainer von Hessen beim 7:4 bei 07:52 ein TTO, um seine Mannschaft besser einzustellen. Das fruchtete insofern, als dass Schleswig-Holstein nun mehr Probleme mit der Deckung Hessens bekam und sich häufig dem Passivzeichen der Schiedsrichter gegenüber sah. Aber letztlich wurden die Angriffe dann trotzdem erfolgreich abgeschlossen.

In einer unkonzentrierten Phase von Hessen in der 16. und 17. Minute erzielte Schleswig-Holstein 3 Tore in Folge und konnte auf 12:7 erhöhen. Zur Pause waren es dann sogar 6 Tore Vorsprung für die Mannschaft aus dem Norden zum 18:12.

Der Beginn der 2. Hälfte war dann zunächst von einigen Ballverlusten auf beiden Seiten geprägt und der Abstand hatte bis zur 35. Minute Bestand: 20:14. Im weiteren Verlauf kam Hessen dann doch besser ins Spiel und konnte Tor um Tor aufholen. So stand es in der 51. Minute nur noch 25:23 für Schleswig-Holstein. Ein Überzahlspiel nach Zeitstrafe für Schleswig-Holstein bei Minute 54:16 und dem Spielstand von 28:25 kann Hessen nicht nutzen. Freie Einwurfmöglichkeiten bleiben liegen, zumal der Torwart Schleswig-Holsteins Nr. 12, Daniel Menne, einige tolle Paraden zeigte.

Damit blieb es dann am Ende bei dem Vorsprung von drei Toren. Schleswig-Holstein gewinnt mit 30:27 und belegt damit den 5. Platz bei der DPM im Handball der Männer 2018. Hessen wird damit 6.

Die beiden Unparteiischen Christian Rietenberg (Niedersachsen) und Tizian Tralles (Thüringen) sorgten für einen fairen Spielverlauf.

Torschützen SH:                                                       Torschützen HE:

Rainer Kobs                           4/3                              Stefan Seitel                          4

Steffen Kobs                          2                                 Tim Weber                             1

Yannick Zittlau                       4                                 Jonas Dorzweiler                   2

Hendrick Meyn                      2                                 Andreas Neumann                 2/1

Hannes Glindemann              2                                 Marc Geissler             7

Finn Saager                           2                                 Alexander Faatz                     2

Fin Lorenzen                          4                                 Benjamin von Stein    4

Philipp Hinrichs                      3                                 Kai Best                                  5

Noah Pust                              7

Text: Thomas Link, Fachwart Handball im DPSK

 

 

Spiel 8 Nordrhein-Westfalen – Baden-Württemberg 24:27 (12:11)

Im zweiten und letzten Spiel des Tages standen sich NRW und Baden-Württemberg (BW) gegenüber. Beide Mannschaften überzeugten durch ihren Teamgeist und wurden nicht müde im Kampf um den Ball. Die NRW-Auswahl hatte allerdings an dem Team aus Baden-Württemberg richtig zu knacken, denn im Verlauf der ersten Halbzeit lag NRW 5 Tore zurück. Die Aufholjagd verkürzte den Abstand zu BW und am Ende der ersten 30 Minuten war NRW dann mit 12:11 in Führung. In der zweiten Halbzeit kämpften beide Teams mit allen Kräften um den Einzug ins Finale morgen gegen Niedersachsen. Ein weiteres Spiel im Verlauf der Woche mit einem ständigen Vor und Zurück, mit Übernahme und Abgabe der Führung Punkt um Punkt. Beginnend mit dem Punktestand von 12:12 zog sich dieser Wechsel kontinuierlich bis zum 20:20 fort. BW übernahm dann die Führung mit 20:21 und hielt sie mit einer Tordifferenz von zwei bis drei Toren bis zum Ende bei. Mit dem Endstand von 24:27 hatte das Team aus Baden-Württemberg den hart umkämpften Einzug ins Finale geschafft.

Die Schiedsrichter Jan Krüger (Schleswig-Holstein) und Sarah Lange (Berlin) überwachten den Spielverlauf.

Torschützen NRW:                                                   Torschützen BW:

Mathias Fuchs                       1                                 Felix Kohnle                           5

Mirko Syzmanowicz              2                                 Christopher Tinti                     8

Nils van Zütphen                    1                                 Markus Koch                         1

Bastian Munkel                      6/3                              André Ockert                         3

Mats Heyde                           2                                  Dominic Horsch                     2

Robin Milhorst                        1                                 Marvin Lehmann                    1

Florian Diehl                           2                                 Chris Hellerich                       2

Tim Gentges                          2                                 Jonas Lehr                             5/3

Sebastian Loos                      3

Max Krönung                         2

Dennis Richter                       2

Wir freuen uns auf einen spannenden Finaltag!

Andrea Schaub (Polizeisportkuratorium NRW)

 

Nach einem spannenden Wettkampftag am Dienstag standen die Platzierungen in den beiden Gruppen fest:

Gruppe 1

Platz 1: Nordrhein-Westfalen 3:1 Punkte      62:48 Tore

Platz 2: Saarland                    2:2 Punkte      49:49 Tore

Platz 3: Schleswig-Holstein    1:3 Punkte      51:65 Tore

Gruppe 2

Platz 1: Niedersachsen          4:0 Punkte      57:47 Tore

Platz 2: Baden-Württemberg  2:2 Punkte      46:43 Tore

Platz 3: Hessen                      0:4 Punkte      45:58 Tore

Für Mittwoch ergaben sich somit folgende Spielpaarungen:

Im Spiel 7 tritt der Zweite der Gruppe 1 (Saarland) gegen den Ersten der Gruppe 2 (Niedersachsen) an, im Spiel 8 der Erste der Gruppe 1 (Nordrhein-Westfalen) gegen den Zweiten der Gruppe 2 (Baden-Württemberg).

Die Verlierer der Spiele 7 und 8 werden dann am Donnerstag um Platz 3 kämpfen und die Sieger um den begehrten Meistertitel.

Die Gruppendritten der Gruppe 1 (Schleswig-Holstein) und 2 (Hessen) spielen am Donnerstag um Platz 5.

Spiel 7 Saarland – Niedersachsen 27:30 (16:13)

Das Spiel Saarland gegen Niedersachsen ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Beide Mannschaften kämpften hart für den Einzug ins Finale. Schnelle Ballwechsel, Sprints und Tempo bestimmten das Spiel. Das Torverhältnis blieb bei den etwa gleich starken Mannschaften aber während des gesamten Spiels ausgewogen. Zur Halbzeit trennten sich die Mannschaften mit 16:13. Das Saarland hatte aber seine Führung in der zweiten Halbzeit schnell abgegeben und lag plötzlich mit fünf Toren zurück. Aber sie haben sich nicht aufgegeben, sondern holten den Rückstand wieder auf. Mit dem Ausgleich fing dann der Nervenkitzel wieder an: Führung Saarland - Gleichstand - Führung Niedersachsen - Gleichstand. In der 54. Minute zog Niedersachsen wieder nach vorne und ließ sich den Vorsprung nicht mehr wegnehmen. Mit einem Endstand von 27:30 zieht Niedersachsen morgen um 16:00 Uhr ins Finale gegen den Sieger des nachfolgenden Spiels.

Die beiden Unparteiischen Peter Behrens und Marc Fasthoff (beide NRW) sorgten für einen fairen Spielverlauf.

Torschützen SL:                                            Torschützen NDS:

Lukas Fischer             4                                 Thomas Bergmann                9/3

Martin Rokay             1                                  Hannes Stille                          2

Christian Jung            2                                 Tobias Freese                        1

Björn Schwab             1                                 Marlon Krebs                          3

Maurice Kopp             4                                 Jann Rentsch                         6

Niklas Kiefer               7                                  Sven Seidler                          2

Benjamin Zellmer       8/2                               Christoph Groß                      1

                                                                       Louis Kamp                            1

                                                                       Bastian Riedel                        5